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Unter anderem produzieren wir ein Arbeitsbuch mit international funktionierenden bzw. nachahmungswerten Beispielen aus verschiedenen Bereichen der nachhaltigen Entwicklung. Besonders willkommen sind solche Beiträge, die den notwendigen Perspektivenwechsel in Richtung „global nachhaltige Entwicklung“ für alle Länder nachvollziehbar machen.

 
 

Autorinnen und Autoren

Insa Olshausen lernte während ihres Studiums in Brasilien (2014/15)  den Begriff  "brazilianization" mit Inhalt zu füllen, den SoziologInnen weltweit benutzen um Dynamiken extremer sozialer Ungleichheit zu beschreiben. Wichtiger ist es ihr allerdings, von den starken sozialen Bewegungen zu berichten, die sie kennengelernt hat und den inspirierenden Menschen, die sich dort engagieren.

Hanna Adam absolvierte 2013/14 einen internationalen Freiwilligendienst in der Peaceful Bamboo Family, einem Lernzentrum für Jugendliche mit Behinderungen in Vietnam. Beeindruckt von der nachhaltigen Lebensweise, dem Glücksverständnis und der Achtsamkeit der Gemeinschaft entschied sie sich, diese Nachricht weiterzutragen.

Lilith Kugler lebte als Kind mit ihrer Familie 1,5 Jahre in Burkina Faso. Über Jahre und Kontinente hinweg pflegte die Familie den Kontakt zu den dort neu gewonnenen Freunden - unter ihnen auch Pfarrer Tankpali Guitanga. Dieser machte sie bei einem Besuch 2009 erstmals auf die Situation der psychisch Kranken aufmerksam. 6 Jahre später dreht Lilith Kugler als Studierende der "Audiovisuellen Medien“ darüber einen Dokumentarfilm

Annika Hock studiert seit Herbst 2013 Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. Im Rahmen eines Seminars hat sie den Fokus auf Informationsdesign und die Frage der [Des]-Information gelegt. Die betrifft den Klimawandel ebenso wie z.B. die Nahrungsmittelproduktion. Da Nahrung ein essentielles Bedürfnis ist und gleichfalls der Zugang zu sauberem Trinkwasser, hat sie die Flaschenwasser-Problematik ausgearbeitet.

Theo Starck absolvierte 2009/10 einen internationalen Freiwilligendienst auf den Philippinen. Nach seiner Rückkehr studierte er deutsche Sprache und Literatur in München, Prag und Berlin. Währenddessen suchte er nach Möglichkeiten des Engagements in Deutschland und kam dabei auch auf die Gründung von Startups, die ihr Wirtschaften explizit auf Nachhaltigkeit ausrichten.

Rosina Klotz hat ihr Sozialwissenschafts-Studium erfolgreich abgebrochen mit der Absicht, zu lernen, was und wie sie möchte und frei das zu entfalten, was in ihr steckt. Ihre Zeit steckt Rosina in Projekte rund um das Thema gesellschaftliche Transformation. Dabei hat sie die Vision einer Welt, die gemeinschaftlich und in Zusammenarbeit gestaltet wird und es allen Menschen ermöglicht selbstbestimmt zu leben.

Thilko Gläßgen studierte im Wintersemester 2016/17 in Yaoundé. Ein afrikanisches Land aus der Studierenden-Perspektive kennen zu lernen, war seit seinem Freiwilligen Sozialen Jahr in Ghana sein großer Traum. Aktuell hospitiert Thilko bei Hitadio Namibia in Windhoek.

Mareike Lummer ist Studentin der Anglistik/ Amerikanistik und Linguistik in Düsseldorf. Neben dem Studium arbeitet sie im Bereich der internationalen Kommunikation. Durch ihr Interesse für Sprachen und andere Kulturen kam sie im Jahr 2016 zu Taste of Malawi e.V. und ist dort seitdem zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Carina Hausmann studiert seit 2014 Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Bochum. Hier hat sie erkannt, dass sich Kreativität und Wissenschaft nicht ausschließen, sondern ergänzen. Gemeinsam mit dem Integrativen Institut Nachhaltige Entwicklung möchte sie über die Grenzen ihrer Hochschule hinweg transformative Arbeitsmethoden etablieren, die alle Beteiligten mit einbeziehen und so einen Beitrag zum nötigen Perspektivwechsel leisten.

Dr. Florian Schneider arbeitet seit 2005 in verschiedenen Ländern Afrikas. Nach zwei Jahren "Missionar auf Zeit" in Äthiopien und Tansania, war er Gründungsmitglied und Vorstand des gemeinnützigen Vereins "Endulen e.V. - Trage es im Herzen mit!". Schwerpunkt des Vereins ist es, in Zusammenarbeit mit den Maasai, den traditionellen Hebammen und tansanischen Ärzte und Ärztinnen die Mütter- und Säuglingsgesundheit in und um das Endulen Hospital im Norden Tansanias zu verbessern.

Philipp Dieterich studiert zurzeit Soziologie und Ethnologie in Halle. Durch dieses Studium konnte er sich intensiver mit dem Thema des Klimawandels und der globalen Nachhaltigkeit auseinandersetzen und ist dabei durch Freunde auf das Projekt der „Transition Towns“ gestoßen. Die Auseinandersetzung mit diesem Projekt zeigte ihm auf, wie vielfältig sich Menschen für einen gesellschaftlichen Wandel engagieren.

Felizia Schreiber beendete im Jahr 2016 ihr Ethnologie-Studium mit dem regionalen Schwerpunkt "Lateinamerika" an der Universität Hamburg. Von Januar bis März 2017 arbeitete sie als Menschenrechtsbeobachterin für eine Menschenrechtsorganisation in südlichen Bundesstaat Chiapas, Mexiko. Sie besuchte verschiedene indigene Gemeinden und konnte dadurch Einblicke in die Widerstandsbewegungen vor Ort erlangen.

Jil Holtbernd zog es nach ihrem "Politik und Recht"-Studium 2016 für ein Jahr nach Mexiko. Neben ihrer Arbeit bei der UNESCO-Nationalkommission in Mexiko-Stadt, nutzte sie jede freie Minute um zu reisen, spannende Menschen und Projekte kennenzulernen. Besonders faszinierten Jil die Frauen von Juchitán aus dem Bundesstaat Oaxaca mit ihrer Idee einer matriarchalen Gesellschaft als alternativem Lebenskonzept.

Felicitas Arlt arbeitete 2015/16 im Circo Fantazztico von Costa Rica und entdeckte die Macht von Tanz, Akrobatik und Musik auf die unterschiedlichsten Menschen. Ihre Idee: Diese Kombination sollte man in viele soziale Projekte einbringen. Momentan ist sie wieder in ihrem Projekt in Perez Zeledon, denn dieser Zirkus lässt sie nicht mehr los.

Mitsuo Iwamoto verbrachte 2015/2016 12 Monate in einem Jugendzentrum in El Viejo, Nicaragua. Dort arbeitete er mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ein Jugendkollektiv gründeten um lokale soziale Probleme zu bekämpfen. Das Kollektiv hat bereits mehrere Projekte, wie einen Dokumentarfilm über Kinderarbeit und eine Onlinekampagne gegen Belästigung erfolgreich verwirklicht. Derzeit studiert Mitsuo Philosophie, Politik und Wirtschaft in Oxford.

Denise Reubert, Studentin, engagiert sich bei der Freiwilligenorganisation SCI (Service Civil International) – Deutscher Zweig für weltweite Friedensarbeit. Ihre Selbstfindungsphase mit dem Ergebnis der eigenen Homosexualität liegt noch nicht lange zurück, seither sind sexuelle Identität und Gender ein bedeutendes Themenfeld für sie.

 

 

 

Informationen für die Autor*innen

Im Buchprojekt „weltweitweitermachen“, das sich am Leitbild einer globalen nachhaltigen Entwicklung bzw. den Sustainable Development Goals (SDGs) orientiert, werden international funktionierende bzw. nachahmungswerte Beispiele aus verschiedenen Bereichen der nachhaltigen Entwicklung veröffentlicht.

Die Beiträge sollen bewusst subjektiv, lebendig und kontrastreich sein! 

Die vorgestellten Persönlichkeiten und Projekte sollen Möglichkeiten und Erfolge von lokalen Prozessen aufzeigen, um den notwendigen Perspektivenwechsel in Richtung „global nachhaltige Entwicklung“ für alle Länder nachvollziehbar zu machen.

Durch die Beiträge sollte insbesondere deutlich werden: 

Was zeichnet diese Person / dieses Projekt aus?

Was bewirkt diese Person / dieses Projekt in der Umgebung? 

Was verändert sich durch diese Person / dieses Projekt in der Umgebung?

Was sind die Ziele, Wünsche, Interessen und Bedarfe der Beteiligten?

Gibt es Schlüsselereignisse oder Momente, in denen was in Bewegung geriet?

Was sind die Erfolgsfaktoren?

Um welches der Sustainable Development Goals (SDGs) geht es hier vorrangig?

Wenn möglich: Wo sind die Verbindungen zu unserer Gesellschafts- bzw. Lebenssituation?

Was ist das, was wir an dieser Stelle lernen können / sollten?

Wie können wir zusammen am Perspektivenwechsel arbeiten?

 

Umfang:
Aktuell arbeiten wir mit 19 Autor*innen an 19 Beiträgen. Geplant sind ca. 96 Buchseiten – und die sind jetzt voll. Pro Seite sind 2.500 – 4.000 Zeichen inklusive Leerzeichen geplant, damit wir ausreichend Platz für die Gestaltung haben. 

Da wir eine Ebook-Veröffentlichung vorbereiten, müssen wir uns auf die entsprechenden Lesegewohnheiten in Cafés, an öffentlichen Plätzen etc. und die Ablenkungen durch eingehende Emails, Nachrichten und Liebeserklärungen einstellen. Bedeutet: Text in Abschnitten schreiben, durch Zwischenüberschriften gegliedert.

Fotos: 
Am liebsten sind uns viele (ja!) unbearbeitete Foto-Dateien direkt von der Kamera. Die Fotos sollten mindestens eine Bildgröße von 2000x3000 Pixeln haben (jedoch versuchen wir, auch mit abweichenden Bilddaten zurechtzukommen).

Fotos oder Grafiken und Text bitte immer getrennt schicken.

Zeitplan:
Erste Entwürfe bis Ende Februar – Mitte März. Dann folgt eine erste Redaktionsphase bis Mitte April, heißt: ich gebe individuelle Rückmeldungen. Korrekturen / Ergänzungen bis Mitte Mai. Zweite Redaktionsphase bis Anfang Juni. Das Redaktionsseminar in Münster am 10./11.06. eröffnet gleichzeitig die Phase der Schlussredaktion.

Alle Rückfragen bitte an: Elisabeth Marie Mars, mars@arbeitsstelle-weltbilder.de


18 Beiträge ausgewählt

Auf unserer Redaktionskonferenz am 16. /17.01. haben wir 18 Beiträge zu weltweitweitermachen für das Ebook ausgewählt. Es wird länderübergreifend berichtet und konkret aus:

Fiji, Brasilien, Berlin/Deutschland, Tansania, Togo, Philippinen, Bochum/Deutschland, Nicaragua, Burkina Faso, Costa Rica, Malawi, Mexiko, Vietnam, Ghana, Totnes /Großbritannien.
 

Die Themen sind:

  1. Wie lange noch: Knappes Gut Trinkwasser
     
  2. It`s me: Sexuelle Identität und Geschlechter-Gleichheit
     
  3.  Anhalten // Neu machen // Umdenken: Teilen als Weg für mehr globale Gerechtigkeit
     
  4. Portrait Rako Pasefika: Das Künstlerkollektiv der Rotuma auf einer der Fiji Inseln
     
  5. Brennpunkt Brasilien: Chancenungleichheit bei Bildung
     
  6. Hotspot Berlin: start ups mit dem Anspruch auf global nachhaltige Entwicklung
     
  7.  „Trage es im Herzen mit“: Ein Krankenhaus um Leben zu retten
     
  8. Aus Plastikabfall wird eine Tasche: Recycling in Togo
     
  9. Es geht auch anders: Nachhaltiger Tourismus auf den Philippinen
     
  10. Transformatives Handeln einleiten: Das Lehr- und Forschungslabor Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Bochum 
     
  11. Selbst Entwicklung machen: Das Colectivo Juvenil Somos Diferente in Nicaragu
     
  12. Menschen in Ketten: Über den Umgang mit psychischen Erkrankungen in Burkina Faso
     
  13. The Peaceful Bamboo Family: Eine Synthese von Wohlbefinden und wirtschaftlichem Gewinn im Einklang mit der Natur
     
  14. Circo Fantazztico: Soziale nachhaltige Entwicklung made in Costa Rica
     
  15. Die Frauen von Juchitán: Patriarchale Strukturen sind hier fremd
     
  16. Act for Change: Theater, das Lösungen findet
     
  17. Taste of Malawi: Slow Fashion für Nachhaltigen Produktions- und Konsumstil
     
  18. Totnes: Die Gründungsstadt der Transition Towns
     

 

Autor*innen für das Projekt
WeltWeitWeitermachen gesucht!

Wir wollen WeltWeitWeitermachen. Deshalb dieses Projekt, das sich am Leitbild einer globalen nachhaltigen Entwicklung bzw. den Sustainable Development Goals (SDGs) orientiert. Unter anderem produzieren wir ein Arbeitsbuch mit international funktionierenden bzw. nachahmungswerten Beispielen aus verschiedenen Bereichen der nachhaltigen Entwicklung. Besonders willkommen sind solche Beiträge, die den notwendigen Perspektivenwechsel in Richtung „global nachhaltige Entwicklung“ für alle Länder nachvollziehbar machen. Nachhaltige Lebens- und Konsumstile können ebenso vorgestellt werden wie der Kampf um Landrechte, Mitbestimmung und Demokratie. Wir warten auf Portraits über start up Unternehmen wie auf solche über mutige Frauen und Männer, die Ungewöhnliches wagen. Urbane Themen (über Kunst, IT, Architektur, Verkehr etc.) sind uns genauso wichtig wie solche aus dem ländlichen Bereich (über Tourismus, angepasste Technologien, Bildung, Klimagerechtigkeit etc.).

Dieses Arbeitsbuch wird als Ebook veröffentlicht und gestaltet von einer Klasse der Münster School of Design – FH Münster unter Leitung von Prof. Quass von Deyen.

Wir begleiten euch beim Schreiben und laden euch zusätzlich vom 10.06.2017, 11:00 - 11.06.2017, 16:00 zu einem entwicklungspolitischen Redaktionsseminar nach Münster ein. Anmeldungen hierzu sind ebenso ab sofort möglich:

 

 

Werde Autorin bzw. Autor! Eingeladen sind Studierende, Forschende, Freiwillige und Rückgekehrte internationaler Freiwilligendienste und sonstige Engagierte – aus dem In- und Ausland. Ab sofort freuen wir uns über Bewerbungen mit der Vorstellung eines Themas, Beispiels oder Portraits.
Dazu bitten wir um eine kurze Skizze.

Ab sofort bis spätestens zum 15.01.2017.